Podcast Kontrast – Leben mit Behinderung und Krankheit
Stefan Ribler, Lotte Verhagen & Renate Ribler führen spannende Gespräche rund um Behinderung und Inklusion. Im Zentrum stehen dabei Menschen mit Behinderungen, ihre Leidenschaften & Herausforderungen.
Jeweils am letzten Donnerstag des Monats erwartet euch eine neue, anregende Episode.
Podcast Kontrast – Leben mit Behinderung und Krankheit
«Was gut funktioniert ist Crime, Cringe & Comedy. Wir sind halt nichts davon.»
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Der Podcast Kontrast startet ein neues Kapitel und wir blicken zurück.
Nach über fünf Jahren Podcast Kontrast verlassen wir die OST. Zu diesem Anlass ist Stefan Ribler, Mitbegründer des Podcasts Kontrast und Moderator, für einmal in die Gastrolle geschlüpft. Ihm gegenüber sitzt Stanko Gobac, vergangener Podcast-Gast und langjähriger Wegbegleiter Stefans.
Zusammen rollen sie die letzten Jahre und alte Podcast-Folgen auf, diskutieren Themen und Gäste und schauen auch vorwärts. Wohin geht es mit Stefan Ribler und dem Kontrast-Team und was passiert mit dem Podcast Kontrast?
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Es sind so drei Elemente, die funktionieren bei Podcasts als Crime, Cringe und Comedy. Und wir sind nichts von diesen drei. Und wir haben immer wieder über Leute, sollen wir eins von diesen drei reinnehmen. Und da haben wir den Sinn mehr. Herzlich willkommen zum Podcast Kontrast: Leben mit Behinderung und Krankheit.
SPEAKER_00Herzlich willkommen beim Podcast Kontrast. Für einmal begrüßt nicht Stefan Riebler, begrüsst nicht Lotte Verhagen, begrüßt nicht Renate Riebler, begrüßt nicht der Rudi Meyer, sondern meine Wenigkeit Stanko Gobatz. Ich war schon geist in diesem Podcast und ich habe mir nicht nah, um heute diese spezielle Folge, was sein soll, was hoffentlich wird werden soll, zu moderieren. Mein Gast heute ist Stefan Rieblon. Und in dieser leicht anderen Rolle sind wir beide gespannt, was das heute rauskommt bei diesem Gespräch. Salve Stefan.
SPEAKER_01Ja, heute. Ich bin mega gespannt, was auf der anderen Seite sein und mal Antworten zu geben auf Fragen, die ich nicht kenne.
SPEAKER_00Und doch kennst du vielleicht die ein oder andere Antwort. Stefan, du hast über ganz viele Folgen hinweg, wenn ich richtig gezählt habe, sind es über 80 Folgen von dem Podcast. Hast du Menschen herumgegeben, ihre Geschichte, ihre Brüche und auch ihre Kraft sichtbar zu machen, hörbar zu machen. Heute, gesagt, drehelt mir das Gespräch um. Du bist ein Gast und mich interessiert, was dich gedraht hat, was dich geprägt hat und wel vom Kontrast bleibt, wenn es weitergeht mit dem Kontrast. Der Podcast hat ja ursprünglich gehe Kulturzyklus Kontrast. Meine Frage zum Einstein: Was war von Anfang an dein innerer Kern hier dabei? Kultur, Kontrast oder Begegnung?
SPEAKER_01Es waren alle drei Dimensionen, die ausschlaggebend sind. Vielleicht wissen es viele nicht. Aber die, die drei hören und die hören, die von Anfang an dabei waren, die wissen, dass der Podcast entstanden ist mit Corona. Corona hat hier wirklich einen Zessuch gemacht. Im Zusammenhang mit unserem Kulturzyklus. Der Kulturzyklus ist irgendwann 2013 entstanden, wo wir gesagt haben, wir wollen Künstler mit einer Behinderung, Künstler mit ihrer Krankheit, eine Plattform zur Verfügung gestellt, wo sie ihre Kunst zur Verfügung stellen oder ihre Kunst sichtbar machen können, ihre Kunst präsentieren. Wir waren erst dumm, wie viele Künstler es überhaupt hat, mit einer Behinderung, mit der Krankheit haben und diese Künstler wenig Auftrittsmöglichkeiten haben. So ist der Kulturzyklus entstanden. Wir haben einmal im Sportjahr eine ganze Woche verschiedene Künstler mit unterschiedlichsten Kunstformen diese Möglichkeit gegeben. Dann war die Corona gekommen. Wir haben gefunden, es kann nicht sein, dass wir vor Corona oder dass wir uns von Corona so reduzieren wollen. Wir sind auf die Zuge gegangen, was wir machen können. So ist der Podcast entstanden. Am Anfang des Podcasts haben wir wirklich Künstler mit Behinderung eingeladen. Es sind alle die Künstler, die bei uns waren, sind dann auch im Podcast gekommen und gefragt, was diese Corona-Zeit macht, wie geht es auch da drin, was in dieser Zwischenzeit passiert. Und irgendwann haben wir gefunden, dieser Podcast lohnt sich noch entlang der Geschichte, entlang derinen Themen. Und haben aufgemacht, und wie du sagst, jetzt geht es um Menschen, die ihre Geschichte erzählen und wie sie mit ihrer Behinderung und mit ihrer Krankheit tun.
SPEAKER_00Wow! Ihr habt, wenn ich das richtig verstehe, aus der Not eine Jugend gemacht. Das ist in sich fast schon etwas Künstlerisches. Sie haben die Pandemie umgenutzt oder die Gegebenheiten. Ich kenne dich nicht erst seit gestern. Ich weiss, dass, wenn du von Kunst redst, du bist ein sehr kunst- und kulturne Mensch. Ich behaupte, ein Mensch, der ohne da nichts leben kann, der sich nicht nur dekorativ an die Wand hängt. Ich glaube auch, das spricht aus dem Podcast-Kontrast raus. Ich bin ein sehr flissiger Abonnent, sehr flissiger Hörer dieser Podcasts. Und ich habe immer das Gefühl, es ist etwas, das du oder ihr anbieten wollt, damit die Leute, die zuhören, nähern. Sag mal bitte, was nähert dich an diesen Gespräch wert? Was lernst du dort? Jesus Gott. Was würden wir teilen? Das ist vielleicht auch die Frage.
SPEAKER_01Ja, da würde ich ja ganz nahe auch bei dir sein. Du warst ja einer meinen Gästen, aufgrund, dass du eine Tochter hast, die ganz selten Krankheit hatte. Ich habe nicht eingeladen, dass sie als Präsident oder als CEO von Ekharthof oder als Freund von mir war, sondern du hast eine Situation vorgefunden, dass deine Tochter ganz selten hatte. Ich habe Pfeiffer-Syndrom und habe ich eingeladen und gesagt, wie sind sie mit dem umgegangen. Wie haben dich entschieden, die Josephine weiterleben oder sie nicht weiterleben soll? Weil du wertvolles Leben, ein Leben, das sich überhaupt lohnt. Oder sind Themen, die interessiert mich. Das finde ich spannend. Eine der letzten, wo es um ein Schmetterlingskind geht. Überhaupt lernen, was die Krankheit bedeutet. Die Hautkrankheit, die ganz starke Hautkrankheit, hat so eine Auswirkung, dass sich einfach jemand pflegen muss und nicht an dem Leben teilnehmen muss, der für uns normal ist. Das sind schon Themen, die mich sehr interessieren. Es ist nicht unbedingt Krankheit und Behinderung, sondern der Mensch. Was macht er mit dem Menschen? Ich glaube, da kann ich für alle Moderatoren und für alle in dieser Arbeitsgruppe des Podcasts sagen, das hat uns triggert, das hat uns auch getrieben.
SPEAKER_00Und das spürt man. Ich habe gesagt, ich bin da wirklich ein Fan des Podcasts. Da kann man sagen, dass ausnahmslos jede Folge, mehr wie einmal gelassen. Und das ist etwas, was mir persönlich auch lern gebietet worden ist, um zu verstehen, wie du sagst, was der Mensch alles sein kann, wenn man einfach von dem normierten Blick vielleicht etwas wegkommt oder vom Alltag, von dem beschleunigten Alltag und so. Verstehe ich dich richtig, Menschen mit Behinderung haben die Möglichkeit, über den Alltag herauszuwechseln, in dem wir manchmal so brutal feststeckt. Würdest du das sagen?
SPEAKER_01Weißt du, das ist eine Diskussion. Ist Behinderung tatsächlich trotzdem? Und es ist das Inspirierende? Da bin ich noch hin und her gerissen. Ich weiß, dass es Fechter gibt, wo es um Recht und um Inklusion geht. Darum meinte ich eher, was interessant ist, was der Mensch so Mensch macht. Ich meine, ohne Behinderung und ohne Krankheit haben wir alle. Wir alle sind irgendwo belastet. Ich glaube, wir könnten auch einen Podcast machen mit Menschen machen, die ihre Geschichten zu erzählen. Jetzt kommt einfach die Geschichte zu, die eine Behinderung und eine Krankheit ausmacht. Das ist für mich nichts Spezielles, aber es genau anzaugen. Um vielleicht zu aufklären. Und es transparent machen und daraus einen inklusiven Moment zu arbeiten. Ich würde Behinderung und Krankheit nicht höher stellen, sondern der Mensch und seine Ideen und seine Strategien. Wie geht es einfach mit seinen Lebensumständen um?
SPEAKER_00Ich höre, es ist nicht ein Trotz oder ein Dagegen. Und doch mein Gedanke unter dem Begriff des Kontrast. Ein Kontrast braucht ja wie zwei verschiedene Felder, die miteinander kontrastieren. Und das eine das andere befruchten kann. Oder das andere kann ohne das Einteil nicht richtig erfassbar werden. Es ist wieder eine visuelle Kunst usw.
SPEAKER_01Aber das ist nicht Behinderung oder Krankheit. Es ist eher so das Aha-Erlebnis. Wissen, Unwissen. Und das Unwissen einfach, weil ich nicht die Chance habe, um das erlangen. Und ich möchte gerne mit dem Podcast die Chance geben, um das lernen. Ich möchte mich noch gut an den Podcast erinnern, an der Familie Metzger, die wir haben, wo sie verabschieden müssen, weil sie wirklich auch schwere Krankheit haben. Und dafür sie den Podcast wie auch der Abschluss war. Da haben sie auch da hinten gesagt. Und da habe ich das Gefühl, genau darum mache ich es. Genau darum mache ich es. Einfach einmal hören, was heisst denn palliativkehr für Kinder? Was bedeutet das für ein Kind, das jetzt auch in einer Sonderschule in den Kindergarten darf? Das sind so Punkte. Ich möchte gerne all diesen Zuhörern-Erlebnisse ermöglichen. Dass es nicht so fremd oder irgendwo in einer Grauzone ist. Und weniger den Kontrast zwischen der Behinderung und nicht Behinderung oder nicht krankheit, sondern aha.
SPEAKER_00Ich glaube aber, dass Aha kommt nicht einfach aus dem Alltag herauskommt. Sondern ich habe immer wieder in alle Alltagssituationen diese Podcasts und gemerkt, dass das mit meinem Alltag etwas zu machen anfängt. Das ist das, wo ich dann auch manchmal Sachen anders sehe oder anders auch Wert. Und darum habe ich vor, ich habe unglaublich viel gelernt und du weisst, ich bin quer einsteiger in diesem Bereich. Ich behaupte auch, dass es mit meiner, wenn ich heute fachlich kompetent sein sollte, mit dem etwas zu tun, weil ich eine Lernkurve bekommen habe, die gestiegen ist. Einfach mal danke dir, danke am ganzen Team, für das ganz persönlich. Mich würde wundern, wie ist denn Süß-Resonanz? Ich kann mir vorstellen, an der Hochschule, in der Landschaft, mit den Institutionen, Verbänden, Insos etc. Wie sind dort Resonanzen?
SPEAKER_01Wir sind nicht die Klick eruierten. Ich kann da nicht sagen, wie Zugriff auf Spotify und auf all diese Plattformen und so aussieht. Ich würde sagen, wir haben drei Hörerschaften, die pändeln zwischen 200 und 700 und es gibt Spitzen aufgeben. Ganz ehrlich, ich habe noch nie wirklich drauf geschaut. Ich merke wirklich, das ist nicht relevant für mich. Wo ich wirklich merke, wo mich sticht und wo ich finde, wieso arbeiten wir das nicht, ist, wir haben ganz wenig Reaktionen auf Folgen über. Wir kommen von ganz treuem Zuhören immer wieder Rückmeldungen über ganz spannende Folgen, unglaublich für mich wichtig und und und. Aber die sind im Vergleich zu anderen Podcasts absolut minimal. Ganz, ganz wenig. Und ich weiss, im Zusammenhang mit einem Podcast gestaltet, sind drei Elemente, die funktionieren bei Podcasts als Crime, cringe und comedy. Und wir sind nichts von diesen drei. Und wir haben immer wieder über Leute, sollen wir eins von diesen drei reinnehmen. Und da haben wir gefunden, dann sind es nicht mehr. Die Resonanz ist eher dort, dass wir wenig Rückmeldungen bekommen, auch wenig Rückmeldungen hinsichtlich Ideen. Ich glaube, wir wären, wie du sagst. Wir haben so viele Institutionen, so viele Arbeitsfelder, Handlungsfelder und und und eigentlich geeignet eine riesengrosse Hörerschaft, Fanggemeinschaft kürzer. Aber warum nicht? Ich weiß es nicht. Ich weiss es wirklich nicht. Vielleicht sind wir auf der einen Seite zu professionalisiert und dann ist der Podcast. Nicht ein wissenschaftlicher Podcast, das sind wir tatsächlich nicht. Das sind die Menschen, die darüber reden und auch nicht aus fachlogischen oder wissenschaftslogischen Perspektiven aufbereitet. Und auf der anderen Seite ist das Medium nicht wirklich überall angekommen. Man weiss wenig. Aber ich denke, in Zukunft müssen wir vielleicht marketingtechnisch mitmachen.
SPEAKER_00Meine Frage hat natürlich auch einen Hintergrund im persönlichen Frage. Ich habe nach diesen beiden Folgen, die ich auch meine Frau und ich dürfen mit euch viel Resonanz bekommen, aber eigentlich doch gar nicht Resonanz aus der fachlichen Welt. Gar nicht Resonanz aus der Hochschulenwelt bekommen, wo ich sie erwartet hatte, zu einem gewissen Grad. Sie ist aber aus dem Bereich der Leute, die uns begleitet, medizinisch, therapeutisch, sozialpädagogisch usw. Dort hat das angelungen. Und natürlich im persönlichen und privaten Umfeld sehr wohl. Da haben wir viele Rückmeldungen. Aber nicht von denen, die das Gefühl haben, die hätten Signalstärke, die hätten das Interesse usw. Das war der Hintergrund meiner Frage.
SPEAKER_01Ja, vielleicht sind wir dort und da sind wir wirklich nicht wissenschaftlich aufgestellt. Das könnte man machen. Da sind wir uns überlegt, wir wollen in Zukunft einen redaktionellen Teil machen. Zum Thema MS. Wenn das Thema da ist und wir haben einen Gast von MS, dass wir es redaktionell noch anhaben. Das ist wirklich ein Teil, den haben wir nie gemacht. Und da muss ich auch sagen, dieser Podcast ist ja aus dem Buch entstanden. Wir haben rechts und links nicht die Möglichkeit, etwas zu entwickeln müssen, sondern wir haben einfach heute auf Mann gemacht. Wir ohne grosse Konzepte drin hingestiegen sind, weil weder Corona-Zeit hat es erlaubt, noch unsere Ressourcen erlaubt. Wir müssen es einfach machen müssen. Aber in Zukunft haben wir uns wirklich überlegt. Da wäre eine Möglichkeit der Weiterentwicklung des Podcasts. Dieser Bereich von Wissenschaft, Fachlichkeit, jetzt auch von den Hochschulen kommt. Ja.
SPEAKER_00Du weißt, ich habe ganz grosse Sympathie für das Machen. Ich bin auch nicht der, der das Konzept zu 150% Arbeit denkt. Und ich glaube, dort steckt Energie drin. Es ist wahrscheinlich für alle ein Lernfeld. Du hast es schon gesagt, es geht weiter. Es ist nicht eine Abschlussfolge, es ist eine Übergangsfolge, die man miteinander heute gestaltet. Kannst du noch etwas mehr erzählen? Wie geht es weiter? Wo einem geht es weiter mit dem Podcast Kontrast?
SPEAKER_01Ich muss mir einfach auch noch sagen, warum Übergang. Ost hat entschieden, dass mit meiner Pensionierung und mit Ressourcenfrage the podcast nicht mehr unter dem Dach Ost soll weitergeführt werden. Das ist ein Entscheid. Der Entscheid ist so gewählt worden, dass ich denke, da spielen ganz verschiedene Bereich. Sparmaßnahmen, neue Ausrichtungen, neuen Personen Rolle. Dass wir Ende Mai, mit dieser Folge, in der wir jetzt aufnehmen, der Übergang gemacht wird ins nächste Dach. The podcast wird bleiben mit den Grundideen, Menschen, die unterwegs sind mit einer bestimmten Frage, mit einer bestimmten Herausforderung. Das hat nach wie vor der Mittelpunkt. Das ist das Thema, Thematräger. Er wird weiterhin Kontrast heißen, aber wir müssen alles andere aus der Ost. Wir werden einen neuen Spotify-Kanal haben, uns überlegen müssen, wie und in welcher Form wir die Hörerschaft wieder zu uns zurückholen. Das sind alles die Überlegungen, die wir jetzt machen. Aber, und da haben wir heute Morgen rausgekommen, wir werden Podcast 26 und 27 ganz sicher weitermachen. Hier ist die Finanzierung sichergestellt, weil wir einen Podcast in einer gewissen Form technischen Professionalität müssen einfach zeigen. Aber das ist fixiert, hier übernimmt die Radline als Gesamtsponsor und es stellt so sicher, dass wir die Produktion dieser Podcasts im 26 und im 27. weiterführen können.
SPEAKER_00Das höre ich gern. Das ist für mich eine gute Nachricht. Und ich bin sicher nicht nur für mich, da schätzen ganz viele Leute, die euch treu sind, die euch immer wieder folgen und zulassen und die Erlebnisse überkommen. Ich freue mich persönlich darüber, dass dort nach einer Chance ergreifen kann. Oder nach dem Frühling, das jetzt draußen ist, auch so neu etwas gestalten können, wo man vielleicht nicht unbedingt gemacht hat, wo man jetzt aber, wenn man so einen Weg neu setzt. Ich denke, wir könnte gespannt sein, wie es dann abends Juni.
SPEAKER_01Juni wird die erste Folge sein, die nichts unter dem Dach von Ost sein wird, weil die ganze Strukturlogik, die wir bis jetzt haben, ist natürlich unter dem Dach. Er ist auch hier entstanden, der Kulturzyklus ist unter der FAS, dann auch unter der Ost entstanden, gestaltet und umgesetzt worden. Das gleiche ist mit dem Podcast. Dieser Dach verloren wir, weil wir unter dem Dach jetzt einfach keinen Platz mehr haben. Oder wir sind gezahlt worden. Wie meine Pensionierung haben wir gedacht, wir müssen unser Stück entledigen.
SPEAKER_00Oder oder. Wir wissen es ja nicht abschließen. Aber was mir gefällt, ich habe von dir erklärt, man braucht einen Plan, man braucht eine innere Strategie, hast du das immer wieder genannt. Oder wir kennen uns beide von Abon. Arbon ist eine Stadt, die ihresgleichen sucht, kann man sagen, die in vorherigen Zeiten doch auch politisch Energie hat usw. Ich glaube, es ist auch da wieder so ein bisschen. Nicht trotz Energie, das glaube ich nicht, aber wirklich eine Lust weitergehen zum Aufbruch. Du hast mir einmal erzählt, so lange ist es noch nicht her, dass du in deinen jungen Jahren eine Ausbildung gemacht im Industriebereich. Maschinenzeichner beim Sauro. Maschinenzeichner beim Sauro. Und eigentlich während dieser Ausbildung, wenn ich dich richtig verstanden habe, gefunden hast, und da werde ich nicht pensioniert.
SPEAKER_01Ja, ich habe schon eine Lehre gewesen, dass ich Sozialpädagoge werden möchte. Die Lehre ist für mich noch Sprungbrexit, um das zu machen. Ich hätte es aus. Nie Lehrermaschinezeichner. Obwohl die vier Jahre Lehre-Maschinenzeichner beim Sauro grandiose vier Jahre waren. Unbestritten. Ich wollte nicht eine Sekunde missen dieser Ausbildung. Wirklich nicht. Aber die Lehre, das, was ich gelernt habe, war nicht meine Beruf. Meine Berufung war wirklich Sandre.
SPEAKER_00Und da war auch der Buch, der geredet hat und auch irgendwo aufbruch gehen wollen oder sich in die Richtung gesucht hat. Sag mal es zu.
SPEAKER_01Ich möchte mich schon erinnern, an das allererste Fahrpraktikum. Oder meine Vorstellungszeit für das erste Fahrpraktikum, das man machen müssen, um überhaupt ein Studium zu machen konnte, war in einem Schulheim für mehrfach beeinträchtigte Kinder. Ich hatte in meinem bekannten Freund gesagt, ich mache das. Dann bin ich an der Arbeit, das mich vorgestellt habe für das Fahrpraktikum vorgestellt und habe gedacht, das packe ich nicht. Mit den Kindern, die so schwer behindert sind, wo ich hygiene und und und. Ich bin im Bus hinein und sagte, nie, nie lerne ich das. Das ist nicht mein. Da habe ich eine Maschinezeichen, irgendeine Maschinenputzen. Etwas da machen. Auf der anderen Seite war aber stolz, weil ich alle schon erzählt habe, da war ich nicht gekauft und nicht aufgrund dieser Situation. Und habe das Vorpaktikum dort gemacht und war eine grandiose Zeit gegebt, gelebt über alles und noch Kontakte zu dine, die erwachsene Männer sind. Aber einfach grandios.
SPEAKER_00Ich habe schon wieder etwas gelernt von dir. Dass das daraus nicht einfach five Grad gegangen ist. Das hat dort Reibigsenergie braucht. Dort hat es ein bisschen. Vielleicht hätte dort auch einen Trotz oder so.
SPEAKER_01Unmenschlichkeit Instinkt, stolz. Ja, das war definitiv so. Absolut.
SPEAKER_00Und du hast mir einmal erzählt, dass du mal einem halben Jahrhundert Berufsleben gedacht. Wie lange Tage bist du krank?
SPEAKER_01Ich habe mal einen Blindarm durchgebraucht, der relativ heftig war. Dort hat es mir, glaube ich, über fünf Tage aus dem Arbeitsleben gehabt. Und habe mal beim Biken, beim Mountainbiker, einen Umfeld, wo man die Schulter hat. Und dort habe ich auch einen Tag ausgewählt. Und so habe ich nie einen Krankheit gesehen.
SPEAKER_00Das sind 5 plus 1, gibt bei mir 6 Tage. Das ist immer eigenartige Quote auf 50 Jahren Berufsleben. Ja, das war ein Glück.
SPEAKER_01Ich habe einfach das Glück, dass ich nicht krank war. Oder nicht so krank war. Das ist nicht eine Leistung von mir, sondern das war einfach immer hoher gern gemacht, was ich gemacht habe.
SPEAKER_00Was ist, was mir in den Sinn kommt, wenn ich das höre. Du kennst vielleicht den Film Unbreakable. Ja, nur vom Hören sagen. Das ist für mich ein Kontrast. Du bist als so gesunden, sportlicher, firmen, starren Mensch in der Mitte des Thema oder mit Kranken, mit Behinderung. Wo doch, oder? In dem ganzen Zusammenhang mit Kontrast, mit Verletzlichkeit. Du bist für mich der Unversehrttig in dem Sinn. Und findest du in dem allenfalls etwas wieder, das auch bei deinem Gästen passiert ist? Weil du vorhin gesagt hast, es ist gar nicht so ein Kontrast. Sondern es ist einfach der Mensch?
SPEAKER_01Ja, ich bin bei allen, wirklich bei allen. Auch wenig oftmals gefunden habe, was sie erzählt haben, die ich eine unglaubliche Herausforderung im Alltag. Kämpfe, was man kämpfen gegenüber Bürokratie und Administration. Magst du dich erinnern, dass du mir erzählt hast, wie sich überhaupt ein Formular verstanden haben, dass Josephine so ihren Recht kommt. Dass du mir erzählt hast, Wechsel vom Kinderspital Zürich zum Kinderspital Basel. And when ich höre, was für Kämpfe haben, trotzdem eine hohe innere Zufriedenheit mit dem, was sie haben. Das finde ich auch sein und haben. Und eine Form, die ich daraus lerne, ich kann auch mit einer guten Gesundheit sein. Mit dem würde ich wirklich sagen, dass die Behinderung oftmals nicht Gesundheit ist, sondern Menschen mit einer Behinderung können gesund sein oder sind gesund. Da finde ich schon ein bisschen lernen, ich brauche nicht viel mehr da. Da macht manchmal den Kontrast aus. Das drei sein, das auch noch machen, das auch noch machen, das auch noch machen. Das dort noch da machen, das dort noch da machen. Es geht mit viel, viel weniger. Oder auch anderen Inhalten. Das läuft auch lustvoll. Ja, lustvoll motiviert. Unglaublich. Ja, unglaublich. Dann mag ich mich erinnern an Gast Ruth Bader, die selber Sozialarbeiterin ist, in 77 und an den Rollstuhl gebunden ist. Sie hat gesagt, ich lebe ganz stark in der Kommunikation mit Siri, also mit Siri. Meine Stimme ist da, wo wir die Tür für mein Leben eröffnet. Und dann hat die Frau einen Hirnschlag, die das Gesprächszentrum beschäftigt hat. Sie hätten nicht mehr reden. Auf Grund sind ihre Tür und Fenster zum Leben geschlossen worden. Ihr Glück, ihren Willen und ihre Kraft war, dass sie in der Rehe ihre Stimme wiedergefunden hat und wieder selbstbestimmt unterwegs. Mit dem meinte ich die Selbstbestimmtheit immer wieder einfordern, immer wieder suchen und immer wieder sich aneignen. Das finde ich einen der zentralsten Punkte. Ich glaube, da können wir, die nicht in einer Krankheit sind und nicht mit einer Behinderung unterwegs sind, da können wir schon auch etwas machen. Dass das selbstbestimmt möglich ist. Und dass das in einer partizipativen, inklusiven Idee möglich ist, das ist ein Part, den wir haben. Menschen mit Behinderten und Krankheiten können nicht einfach das alleine machen. Das wäre schon ein Widerspruch zu Inklusion. Aber miteinander uns überlegen, welche für Möglichkeiten gibt, was gibt es für Zugänge, wel gibt es so Strategien. Ich glaube, das sind wir schon gefordert. Das ist unser Job, den wir haben.
SPEAKER_00Und ich weiss ja von dir, du bist immer Teamlösung, nicht Teamproblem. Und Team-Schöpfer ist irgendetwas auszudüftelt. Und ich sehe auch immer wieder, wirklich die Blindheit, die wir auch entwickelt für den eigenen Alltag manchmal, dann sehe ich auch biografisch oder entlang unserer Situation, wie andere Perspektiven, ob ich das jetzt wollte oder nicht, mich erreichen. Und dann ist es ja immer die Frage, was mache ich mit ihren anderen Perspektiven? Ich habe sie abdefloniere, dass sie mir abprallt oder nehme ich sie auf, auf welche Art und Weise nehme ich sie auf. Und so gehöre ich auch dich oder so höre ich auch in dem Sinn, dass man versteht. Inklusion heisst, wir sind alle gemeint. Es ist dort nicht ein Kontrast zwischen dem A und dem.
SPEAKER_01Ja, unbedingt. Also Inklusion kann ich noch denken mit allen. Also mit Menschen, mit Behinderung, mit Krankheit, mit, ohne und und und. Es macht Inklusion keinen Sinn. Und für mich heisst das, miteinander zu denken. Und zwar von Anfang an. Nicht erst, wir haben einmal fertig gedacht. Und jetzt schauen wir noch, wie wir integrieren können. Menschen mit Behinderung oder ohne Behinderung, mit Krankheit oder ohne Krankheit, sondern von Anfang an. Und ich glaube, ein bisschen überzeugt, dann gibt es vielleicht Ansätze, Zugänge, Ideen, die sonst nicht da wären. Und da ist auch die Idee des Weiterentwickeln von unserem Podcast. Das Zusammenbringen von ganz unterschiedlichen Polen. Oder einen anderen Teil, den haben wir auch ganz kurz angehen: im Zusammenhang mit Fachlichkeit, Wissenschaftlichkeit, einen redaktionellen Teil. Oder wenn wir jemanden, der mit einer Behinderung unterwegs ist, mit einer bestimmten Problemlage herausgefordert ist, wissenschaftlich, fachlich zusammen. Schauen, was aktuell geforscht wird, wo aktuelle Entwicklungen hier. Da sind wir uns ein bisschen überlegen. Wir wissen noch nicht, welche richtig genau geht, aber für das, wo man im Juni und im Juli und im August. Aber es sind ja jede Nachnehste mit ihren Geschichten, die wichtig sind. Genau.
SPEAKER_00Ich gehöre, auch da ist ein Plan da, aber es ist noch kein Masterplan für dich. Null.
SPEAKER_01Es sind Ideeskritzen, es sind Denkstrukturen. Ich glaube, wir haben es immer geschafft, einfach von jetzt zum Sofort. Die laden wir ein und dann machen wir es. Wir sind aber nie mit Drehbücher unterwegs, wir sind nie mit Regie-Logik unterwegs, sondern wir haben es einfach auch gemacht. Da kann man sagen, da ist ein Teil, der das Profil des Kontrast ausmacht und dem Podcast ausmacht. Aber auf der anderen Seite kann man es ja auch kritisch anschauen. Wenn man aber gut vorbereitet hineingehen, unglaublich themestach ist, dann gibt es vielleicht eine andere Logik, eine andere Form von Podcasts. Ja, da bin ich sehr, sehr, sehr offen für die unterschiedliche Bewertung von dem. Aber irgendwie muss entscheiden, welche Richtung es kommt. Ich habe auch gelernt, dass Problem, das Reden über das Problem, auch Lösungen generiert. Über das Problem reden, über die Herausforderungen, über die Anforderungen, die ich aus dem Leben habe, reden kann, kann auch Lösungen generieren oder Lösungen aufzeichnen.
SPEAKER_00Ja, also nicht im Sinne des Schön reden, das sicher nicht. Und doch irgendwo etwas so eingegrenzt, man zum Problem wählen, sondern wir wollen wirklich vorwärts kommen. In wellem Zusammenhang auch immer. Und auf Französisch würde man sagen, sie du vrais. Es ist das Haftiger, was wir suchen. Und Hochglanz und Vier Elefant rundherum, da kann man etwas einstreichen und ein bisschen wegdun. Stef, jetzt bin ich der Gastgeber von meinem Gastgeber. Komischerweise. Und ich habe das Gefühl, ich darf alles fragen, das weiss ich.
SPEAKER_01Das weiss ich auch. Dann habe ich übrigens auch im Podcast: Ich frage mich immer, gibt es ein Tabu-Thema? Das ist ganz wichtig, dass man da fragt. Nicht, dass man in einer Entwicklung des Gesprächs, in einem Punkt kommt, der der Gast oder der, der ihm erzählt, kommt. Oder da in einer Situation kommt, in der man vielleicht etwas sagen muss, was man gar nicht in dieser Form sagen kann. Und ich habe, außer von jemandem, das ich absolut berechtigt gefunden habe, nicht ein einziges Buch. Ich habe gesagt, du darfst alles fragen, ich kann ja dann auch entsprechend reagieren. Fabian hat dann immer gesagt, wenn es ganz, ganz heiker wird, dann können wir ja auch noch etwas machen. Wir wollen ja keinen einzigen Gast und nicht ein Thema bloßstellen. Das ist nicht die Idee, das ist nicht das Grinchy und das ist nicht die Idee des Podcasts, sondern etwas aufmachen, etwas greifbar machen, etwas sichtbar machen. Was hast du gerne wissen.
SPEAKER_00Ja, geht in die Richtung. Wenn ist das Gespräch wirklich fair? Wenn es nicht so, dass man etwas weiter hinestellt, wenn es so, dass es nützt, ohne zu benutzen. Das ist etwas, was ich mir immer wieder stelle als Frage in verschiedensten Zusammenhänge, wenn immer es um Menschen mit Behinderung geht.
SPEAKER_01Für mich ist immer so die Idee, wenn ich in ein Gespräch hineingehe. Es gibt drei Dimensionen, die für mich wichtig sind. Das erste ist, ernst genommen fühlen. Ich möchte gerne, dass der Gast sich als Mensch mit seinem Thema, mit seiner Lebensausrichtung, mit dem, was ihm beschäftigt, dass sie dort ihnen ernst nehmen. Ich möchte nicht daraus heraus, irgendwo etwas zu folgen, das meine Idee war. Das war nie die Idee. Wir haben ganz wenig Politik gemacht. Wir haben zwar mal den Präsidenten von Insol Seegeladen, wir haben mal Jörg Bundner bei uns, aber es war nie die Idee von unserem Podcast, Politik für Politik zu machen. Dass wir aber unsere Themen, die die Menschen haben, Bürokratie, Finanzierung. Das ist das Thema, das wir kennt, aber nie das Politische. Darum ernst nehmen, etwas ganz, ganz Wichtiges. Wohlfühlen. Wir können auch lachen, auch bei sich sein, da auch ein Stück weit loslassen. Das ist die zweite Dimension, die ganz wichtig ist. Jemand soll sich wohlfühlen und und und. Und die dritte Dimension ist die Sprache Gegenüber sprechen. Uns Nöpfe in eine Fachlichkeit oder in eine Sprachlogik, die nicht immer ist. Wir haben uns immer wieder anpassen. Man kann mich an einen Podcast erinnern, die diesen drei Damen, die ausdenken. Sie mit einer Taubblindheit, die eine ganz andere Form der Kommunikation ist, wo sie während dem Podcast immer wieder auf mich zu mich abtastet hat, weil sie daraus heraus die Nähe und die Kommunikationsebene geschlossen hat, einfach merken, da gibt es unterschiedliche Sprachlichkeiten. Der Rudi Meyer, der mit jemandem der Hochschule geredet hat, wo es um etwas anderes gegangen ist, wo es um Forschung gegangen ist, wo darf auch eine andere Sprache gesprochen werden. Und da sind die drei Dimensionen, die mir immer so wichtig sind in diesen Folgen.
SPEAKER_00Sprich, wir haben da nicht abgesprochen miteinander. Ich schaue auf mein eigenes Skript, ich habe es nicht wirklich eingehalten in dem Sinn. Das entspricht unserem Podcast. Das ist ein sehr nachher dem. Und doch einem Punkt, der überlegt, genau zum Thema Sprache. Oder die Sprache vom Gegenüber reden. Oder das Gegenüber zur Sprache bringen oder zum Mikrofon kommen. Ist etwas, das Würden schafft, aus meiner Sicht. Und gleich, ich frage mich immer, gibt es Grenzen? Zum Beispiel politisch korrekt. Ich kann mich erinnern, dass die Jürgen Brunner auf meinem Podium gesagt, es gibt die noch gesunden. Die noch nicht behinderten. Und dann ist mir schon nur das Wort Behinderung. Ich kann ja ein Reizwort sein. Heute tut man sich schön reden mit Beeinträchtigung oder people with special needs us. Bei mir persönlich einen innerer Widerstand anfängt, da merke ich. Vielleicht will ich einfach auch mit Sprache ganz fest auch mein Material. Wie würdest du sagen, können wir vielleicht in der Sprache, dass wenn man das Studio verlehnt, besser mitnehmen oder irgendwo abbildbar machen, sichtbar machen, was unser Anliegen ist für eine inklusive Gesellschaft? All die Ideen, die man auf dem Tisch hat.
SPEAKER_01Es gibt ja so, ich bin nicht mal sicher, wer das kreiert hat, es gibt ja auch die sprachliche Inklusion. Es gibt ja ganz verschiedene Formen von Inklusionsansätzung und Inklusionsverständnis. Und ich glaube, die sprachliche Inklusion, also dass man uns findet in der Sprache. Dass ich nicht meine Sprache voraussetzt. Und auch nicht die Lichtsprache oder die Einfachsprache oder unterstützt die Kommunikation voraussetzt, sondern dass man eine gemeinsame Sprache findet. Das ist für mich genau da drin. Wie schnell reden jemand? Mit welchem Rhythmus, mit welfem Farbe, mit welfischen Umschreibungen. Wie versteht man dann auch bestimmte Kernwörter, Schlüsselwörter? Das finde ich wie eine Form der Inklusion, sprachliche Inklusion. Und ein ganz wichtiger Teil. Für mich ist die Sprache nicht nur die verbalisierte Sprache, sondern auch, wie begegnen wir uns, wie kommunizieren wir, aber wie sieht Blickkontakt aus, wie sieht auch andere Formen von Austausch aus. Das ist so wie ein Teil, den ich finde, ja, da müssen wir schon noch lernen.
SPEAKER_00Ich höre, es ist auch nicht fertig. Diese Sprache gibt es noch nicht. Die muss man herstellen. Die muss man kulturell oder schöpferisch, kunstvoll. Immer wieder.
SPEAKER_01Thomas Gröbli, der einseil hat, der gesagt, ein Wesenspunkt ist ja, dass er meine Zunge nachnimmt. Er redet auch von schön sterben oder von gut sterben. Und er hat Lesungen gemacht und er kann die Lesungen selber nicht mehr machen. Mit dem, wo man sich immer wieder auseinandersetzen muss, wie sprechen wir miteinander. Wie ihr seht, unseren Austausch aus. Wie passiert das? Er ist für mich auch so jemand, wo man lernt, Begegnung, Beziehung übers Austauschen immer wieder neu definieren muss. Weil sie uns verlieren uns. Es wird streng. Und da weiss ich von Menschen mit einer Hörbeinträchtigung, die nicht einfach aufgrund ihrem Wesen oder aufgrund ihrer Hörbeiträchtigung Exklusion erfahren, sondern weil es einfach auch streng ist. Da nehme ich mich nicht aus. Das geht ganz stark mit einer hohen Dynamik, in der wir im Leben sind, und dann einfach mal nochmal nachfragen und zulassen und noch genau zulassen und vielleicht auch für sicher finden, wir tauschen uns aus, wie wir kommen zu miteinander. Aber das ist immer wieder neu, aber das ist mega streng.
SPEAKER_00Das ist streng. Es tennt auch noch Arbeit, wenn man jetzt so reden. Und doch tennt es auch nach einem Ringen, nach etwas, das noch errungen ist.
SPEAKER_01Ja, wenn du auf einen Berg aufsteigst und fünf Stunden dort bist und dann auch dein Ausblick hast. Dann lohnt es sich. Und wenn auch der Schritt immer wieder weht und du fluchst und tust. Misst dich, wenn du da oben bist und alles ist ein Reblick. Aber es lohnt sich.
SPEAKER_00Und es ist erst die Luft noch dünner dort oben. Ich höre ganz fest, miteinander schlägt es füreinander. Wenn ich mit dir rede, muss ich nicht für dich reden oder an deiner Stelle oder irgendwie so. Und das braucht Zeit. Und das ist Zeit, die man nicht immer hat.
SPEAKER_01Und es ist energieaufwendig und es ist manchmal komplex. Das partizipative Moment, den ich immer ganz stark habe, ist auch ein Stressfaktor. Ich wüsste eigentlich schon, wie es gut ist. Ich weiß eigentlich schon, wie es gut ist, ist oftmals so, dass ich schon, wie es für mich gut ist. Und soweit ich anfange. Teil ableben, wird es streng und wird herausfordernd.
SPEAKER_00Aber es wird sehr vragen.
SPEAKER_01Es ist tragfähiger. Ja, absolut.
SPEAKER_00Das reflektiert, selbst reflektiert. Das sage ich jetzt, bin ich der Moderator. Jetzt haue ich mal auf den Tisch mit davon. Und es hat auch mit der Sensibilität zu tun. Was heisst denn ich in dieser Lebensphase, die ich bin, mit der Gestimmtheit, die ich vielleicht geht heute habe. Und das auch am anderen einraum. Und darum. Der Kant hat mal gesagt, der Mensch ist ein Schiffstück Holz. Aus dem baust du nicht Graz. Und vielleicht ist Graz gar nicht unbedingt die Lektion, vielleicht gar nicht unbedingt das Entwicklungsziel. Aber ich höre auch, du bist reflektiert und lernfähig. Was hast du denn du, wenn ich das frage, aus den vielen, vielen Begegnungen, aus den vielen, vielen auch Podcast-Folgen, Schluss und Endlich. Gibt es etwas, das sagen kannst du nehme ich mir für immer mit?
SPEAKER_01Ich habe immer gefunden und find es immer ein riesiges Privileg, auch zu haben. Ich glaube, ich bin da wirklich privilegiert. Die Menschen können es lernen, um mit ihnen zu reden. Ich darf sie fragen. Sie stehen zur Verfügung. Und ich habe nicht jemanden, das jemand gesagt hat, ich würde Fragen wissen, ich würde da wissen, ich würde da wissen. Die sind einfach gekommen. Ich habe ein absolutes Privileg gefunden. Ich glaube, wenn wir jetzt wahnsinnig Zeit haben, zu jedem Gespräch, das ich geführt habe, kann ich dir sagen, was das Zentrale war, was die zentralen Aussagen waren. Und in welcher Form als Gespräch verlaufen ist, ich bringe fast alle 80 zusammen. Das ist auch der Grund, wieso man den Podcast weiterführen. Das ist der Grund. Ich glaube, zum einen vielleicht wirklich auch das Aha-Erlebnisse und mögliche Sachen lernen, wo man nichts Geschichten erfahren können, wo man sonst nicht erfahren würde. Ich weiss es nicht hundertprozentig, aber ich bin über keine andere Podcast, Folge, Serie, Ausrichtung, die das so transportiert. Ich weiss nicht, ich weiß, Raoul Krauthausen, einen Daumen-Podcast. Aber so in dieser Form, wo einfach immer wieder Menschen kommen und ihre Krankheit, ihre Behinderungsart vorstellen und ihre Geschichte mit dem und was sie erlebt haben, da habe ich nie gesehen. Und da finde ich die Idee, ja, das lohnt sich.
SPEAKER_00Es lohnt sich. Ich lasse doch auch andere Podcasts, nur der. Ich lasse auch andere Podcasts, definitiv. Ich ging manchmal ein bisschen fremd. Und ich muss wirklich sagen, da wären wir auch nicht bekannt. Ich habe nicht darüber lange nachdenkt, aber wo du erzählt hast, ich komme auf den Punkt, eigentlich müsste es ja fast oder könnte es auch heissen, Podcast Verbindung. Oder Podcast, etwas, das bleibt, herstellen. Du musst ja nicht überlegen, grossartig, was in dieser und dieser Erfolg zentral ist, es ist. Du hast das wie einbauen in dich. Da verstehe ich auch wirklich das Miteinander. Vielleicht ist es das, was aus dem heraus spricht.
SPEAKER_01Ja, ich habe mir nie Gedanken gemacht, oder auch wir als Arbeitsgruppe haben nie Gedanken gemacht, mit welfem Wording, wenn wir auf den Markt gehen. Es war der Kulturzyklus Kontrast geisen. Und wir haben hier mal Kontrast genommen, wie wir das Gefühl haben, ja, es gibt einen Kontrast zwischen der Hochschule und nicht Hochschule und die Menschen in dem Bereich und Kunst und Behinderung und so, da haben wir so als Kontrast definiert und haben da mitgenommen und haben auch nie unterhalten, sollen wir das ändern. Und irgendwann braucht es eine Wiedererkennung und der Name Kontrast bleibt. Auch wenn wir Plattformen wechseln und wenn wir nicht mehr unter dem Dach sind und müssen alles von vorne anfangen, aber der Name bleibt. ÖPSTEG! Passend ist oder nicht passend ist.
SPEAKER_00Aber er bleibt. Er bleibt. Und der Zyklus bleibt zwar nicht. Aber es ist jetzt durch das, dass du jetzt vom Anfang erzählt hast und wir so langsam am Ende sind des heutigen Gesprächs, wo wieder anfangen wird gehen. Das passt sehr, sehr gut. Und ich bin persönlich sehr gespannt, wie das weitergeht. Weil ich habe mir jetzt herausgenommen, dass auch ich mich dabei verwünsche, um mich verbunden habe mit diesen ganzen Folgen, mit diesen ganzen Gesprächen. Ich kann mir vorstellen, wie es vielleicht ist als Moderator, wie fest du verbunden bist. Aber ihr könnt auch die ein oder andere Begebenheit nochmals anfühlen. Und ich danke dir und dem ganzen Team, der ganzen Arbeitsgruppe, der sich mutig auf den Weg gemacht hat und sich jetzt wieder mutig auf den neuen oder zum Teil neuen Weg macht, dass sie so viele Leute eine Plattform geben können, eine Stimme geben können, sie hörbar machen und Möglichkeiten geben, um in eine Verbindung zu gehen, mit wem auch immer, da draußen zu. Stefan, vielen herzlichen Dank für die Stunde.
SPEAKER_01Dass ich mal in der anderen Rolle exhibit. Und möchte wirklich auch sagen, was du gesagt hast. Es war ja nicht eine Alineman-Show, sondern es war wirklich die Lotte, der Rudi, Fabian, der Trenate dabei und natürlich auch die FS vor Dost und Durst, die das auch als Dach ermöglicht hat. Und eben auch Redline, die das finanziell überhaupt gestimmt hat. Es wäre so nicht möglich. Und ich glaube, den Punkt kann man jetzt sagen, diese Leute sind wieder an Bord. Und das macht die Sachen einfach auch einfacher. Es ist so stemmbar. Und wir freuen uns auf den, was kommt. Weißt du nicht, was kommt, aber der, wo kommt, wird irgendwie gut sein. Wir hoffen, dass wir wie Hörer auf die neuen Plattformen ziehen können.
SPEAKER_00Wir schauen, wie wir das packen miteinander. Inklusives Wir. So viel können wir für heute sagen, es geht niemand, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, in die Sommerferien, bevor das Geheimnis nicht gelüftet ist. Auf das freuen wir uns. Danke vielmals. Vielen herzlichen Dank.
SPEAKER_01Der Podcast Kontrast wird ermöglicht der Ostschweizer Fachhochschule, wird unterstützt von Redline, produziert von Fokusformat.
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