Podcast Kontrast – Leben mit Behinderung und Krankheit
Stefan Ribler, Lotte Verhagen & Renate Ribler führen spannende Gespräche rund um Behinderung und Inklusion. Im Zentrum stehen dabei Menschen mit Behinderungen, ihre Leidenschaften & Herausforderungen.
Jeweils am letzten Donnerstag des Monats erwartet euch eine neue, anregende Episode.
Podcast Kontrast – Leben mit Behinderung und Krankheit
Dile Frrokaj: Das Leben mit Kleinwuchs
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Von Kleinwuchs spricht man, wenn ein Mann bzw. eine Frau nach vollständigem Wachstum eine Körperlänge unter 1.5 bzw. 1.4 Metern aufweist. Was diese Körpergrösse im wahren Leben für Herausforderungen mit sich bringt erzählt uns Dile Frrokaj. Sie schildert, wie sich ihr Alltag gestaltet und auch das Aufwachsen anfühlt, wenn die Körpergrösse nicht der vermeintlichen Norm entspricht. So kommen auch Empfindungen und emotionales Erleben in Begegnungen und Beziehungen zur Sprache.
Alle Informationen zum Verein für Menschen mit Kleinwuchs unter
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Ich weiss noch, meine älteste Schwester, der zweite Sohn, hat immer wieder gefragt: wieso ist Dante so klein? Aber sie ist schon älter. Denn irgendein ist gesagt, hey, im Fall, das Dante ist wie eine Pony. Wir sind alle Pferde und das Dante ist wie eine Pony. Und dann hat es eigentlich relativ schnell Klick gemacht.
SPEAKER_00Als Klebwüchsig nennt man erwachsene Menschen mit einer Körpergrösse von 1,50 oder drunter. Die Dursache ist eine Vererbung oder angeborene Skelettdispersion. Das heisst, eine Erkrankung, das Wachstum der Knochen und Knabel stören kann. Außerdem können auch Wachstumshormone oder Schilddrüsenprobleme dafür verantwortlich sein. Mit einem Blick zurück stellen wir fest, wie sich der Umgang mit kleinwürchsigen Menschen verändert hat. In der Antiken in Ägypten haben kleinwüchsige, oft hohe Ämter am Hof. Sie haben als göttliche Wesen geholten oder sogar als Glücksbringer. Das weiss man, weil man Ausgrabungen entdeckt hat, dass man kleinwüchsige Menschen liebevolle Grabianlagen mit auf die letzte Reise gehen hat. Im Mittelalter sind sie als Hofnäher angestellt. Einerseits haben sie Privilegien, andererseits sind sie als Kuriosum zur Schau gestellt worden. In den modernen, im 19. und 20. Jahrhundert hat die Wissenschaft angefangen, die genetischen Ursachen zu erforschen. Der gesellschaftliche Fokus hat sich endlich zum Abbau von Vorurteilen, Barrierefreiheit und Selbstbestimmung verschoben. Die berühmte Kleinwüchsung in der Schweiz war z.B. Peter Wetzel, besser bekannt als Glon Spidi. Er war ein Aushängeschild vom Zirkus Knie, bis er im Jahr 2018 gestorben ist. Auch im Kino und Fernsehen begegnet uns kleinwüchsige Künstler, wie Peter Dinkelsch, der eine Figur aus Game of Thrones verkört wird. Und mehrere Emmy dafür überkommt den wichtigsten Fernsehpreis in Amerika. Christine Ursprung als Elberich im Münsteraner Theatort oder auch in Sams eine Verfilmung des Kinderbuchautor Paul Ma. So gibt es noch viele, viele weitere Menschen zu erwähnen. Wir sind nun gespannt, von deiner Frogheit zu erfahren, welche Geschichte sein zu erzählen hat und wie sie sich im Alltag zurechtfindet.
SPEAKER_03Hier ist der Podcast Kontrast, Leben mit Behinderung und Krankheit. Mein Name ist Stefan Ripplo. Von ganz Anfang, wo wir mit dem Podcast angefangen haben, hatte ich immer so den Wunsch, ein Mensch mit Kleinwuchs als Gast hatte. Wieso sie nie so geklappt hat, war zum einen sicher so, dass für mich nie ganz klar war, ob ein Mensch mit Kleinwuchs überhaupt eine Behinderung hat. Oder ob der nicht einfach ein Mensch ist, der nicht so gross ist wie in der Durchschnitt. Und der andere war, ich habe niemanden gekannt. Da war ich über einen Verein gestolpert, den Verein für Kleinwüchsige Menschen, und habe heute nachgefragt. Und so freut es mich unglaublich, Tile von Key bei mir zu begrüßen. Hallo, Tile, herzlich willkommen bei uns beim Podcast.
SPEAKER_02Ich danke vielmals für die Einladung. Es ist für mich eine Ehre und ich freue mich, euch Fragen beantworten.
SPEAKER_03Ja, ich mich auch. Ich habe ja zu Einführung gesagt, ich kenne niemanden mit Kleinwuchs. Ich sehe auch wenig Menschen mit Kleinwuchs oder dieen Grösse zugeschrieben werden. Ist meine Wahrnehmung richtig? Gibt es wenige Menschen mit Kleinwuchs?
SPEAKER_02In der Schweiz ja. In der Schweiz definitiv ja. Wir haben selber jetzt im Verein, wo du uns kontaktiert hast, echt Schwierigkeiten, Kontakt zu knüpfen oder zu finden, die vom Kleinwuchs betroffen sind. Die folge auch verschiedene Kleinwuchsseiten. Eine ist die von Amerika, die deutlich mehr. Und die in Deutschland, die haben auch deutlich mehr Menschen mit einem Kleinwuchs als wir in der Schweiz.
SPEAKER_03Wenn du jetzt zeigst, wir in der Schweiz sind eher wenig. Weiss man denn, wie viele Menschen unter uns leben, die Kleinwuchs oder zum Kleinwuchs erzählt werden?
SPEAKER_02Hey, im Fall, wir haben mal, also unsere Vorstandspräsidentin, hatten mal so eine Zahl. Ich glaube, es sind etwas mehr als tausend, sind nicht so viel.
SPEAKER_03Ich zeig doch noch, wenn man so etwas Last- und in der Fachliteratur liegt, heisst, Menschen, die kleiner, also 1,50 m sind, die zählen zum Kleinwuchs.
SPEAKER_02Genau, das ist korrekt. Das ist anscheinend so einmal festgestellt worden. Aber so der richtige Leiwuchs könnte man sagen, wir haben halt schon Merkmale. Also bei den Armen, bei den Beinen, bitte einfach bei der Körperstatur an.
SPEAKER_03Zu dem können wir mir ganz sicher noch ein. Meine Frage, im Podcast ist ja etwas, das hört und nicht sieht. Wie gross bist denn du?
SPEAKER_02Ich bin 1,34 Gross.
SPEAKER_03Okay, und da kann man jetzt sagen, das ist auch eine klassische Form von Kleinwuchs.
SPEAKER_02Ja, definitiv.
SPEAKER_03Jetzt hast du vor noch etwas ganz Spannendes gesagt, es ist ja nicht nur Grösse, die Kleinwuchs ausmacht, sondern es sind noch andere Merkmale und andere auch Zuschreibungen. Was wären denn das?
SPEAKER_02Ja, etwas bei der Proportion schon an, bei den Armen. Wir haben so gekrümmte Arme. Im Gesicht sieht man es auch, je nachdem die Nase. Die Nase ist bei uns so ein Merkmal. Und natürlich die Länge von dabei.
SPEAKER_03Jetzt habe ich auch gesagt, in unserem Podcast hat der Titel Leben mit Behinderung und Krankheit. Und für mich ist immer ein Leinwuchs nicht zuzuschrieben, auch Behinderung. Wenn ich dich frage, würdest du das als Behinderung bezeichnen, hast du das auch als Behinderung erlebt oder sagst du, nein, ich bin halt einfach auch anders in den Körpergesen und anders mit anderen Merkmalen ausgestattet?
SPEAKER_02Ich würde dem Fall sagen, dass es das eh zweitere ist, was du jetzt gerade erwähnt hast. Also ich sehe mich jetzt nicht körperlich mit einer Behinderung, sondern einfach kleiner. Ich habe einfach andere Proportionen. Und es kommt schon bei der Grösse an, es wurde bei der einen, bei dabei. Aber ich persönlich, das ist natürlich meine Meinung, ich sehe das nicht als Behinderung und ich habe das auch nie als Behinderung gesehen.
SPEAKER_03Wenn man sich die Geschichte anschaut, und weißt, wenn du auch zurückschaust, wie du deine Kindheit und deine Jugend erlebt hast, hast du da deine Körpergrisse als störend gefunden, als exkludierend empfunden. Was hast du erlebt mit deiner Körpergröße?
SPEAKER_02Ich habe im Fall dazu, muss ich sagen. Und auch die Leute, die ich kenne, also die vor allem im gleichwüchsigen Verein, die wir haben, sind sehr interessant. Die Eltern und vielleicht auch Geschwister, die sind normal gross, also wie bei mir jetzt. Meine Eltern sind wirklich 1,80, 1,75, meine Brüder zwei. Ich bin wirklich die einzige Kleinwüchsige. Ich bin sehr normal aufgezogen worden. Man hat mir nie gesagt, hey, du bist jetzt anders, du bist kleinwüchsig oder so. Man hat mir einfach immer gesagt, du bist halt einfach kleiner. Ich habe dann mit den Jahren gemerkt, mit mir ist etwas anders. Ja, aber ich habe nicht darüber weggeschlagen, sondern das war einfach ein Teil von mir. Für mich war das aber auch keine Behinderung, dass ich Sachen nicht arbeite, was jetzt eine normal grosse Person arbeiten würde.
SPEAKER_03Jetzt gehöre ich deine Eltern und auch deine Brüder. Grosse Menschen, 81 und 2 Meter. Ja, und auch meine Schwestern. Wie hast du ihn das erlebt in der Familie, als Mensch mit dieser Grösse?
SPEAKER_02Ja, bei mir ist es jetzt nochmal ein bisschen spezieller, Stefan. Durch meine Kultur, weil ich ursprünglich aus dem Kosovo bin. Und ich glaube, es war für meine Eltern nicht gerade einfach. Auch für meine Geschwister merke ich heute noch, dass es am Punzu nicht so einfach ist, im Sinne, wenn man zusammen unterwegs ist und Leute starren mich an. Ich merke dann schon, das macht ihnen auch irgendwo durchaus weh, weil sie sehen, dass ich ein normales Leben führe und sehen die Vorurteile in den Augen Menschen, wenn sie mich sehen. Oder wenn sie mich anstarren.
SPEAKER_03Eigentlich kann man noch gut vorstellen, wenn deine Geschwister oder deine Eltern finden, wir haben so eine tolle Tochter und die ist so gut unterwegs. Und auf einmal erfahren sie eine Abwertung von ihrem Kind aufgrund der Körpergröße. Das ist sehr gut nachvollziehen. Als Eltern und als Geschwister, die dich gern haben und dann auf einmal merken, was passiert denn da?
SPEAKER_02Ja, kann man sagen. Ich bin ja auch achtfache Tante. Und das ist immer sehr normalisiert worden. Und dann natürlich auch meine Neffen und Nichtern, wenn sie ab einem gewissen Alter, haben sie dann auch so auf der Frage, wieso ist Dante so klein, aber sie ist schon älter. Und ich weiss noch, meine älteste Schwester, der zweite Sohn hat immer wieder gefragt: hey, Dante, wieso und weshalb. Irgendein hat sie gesagt, hey, im Fall, das Dante ist wie ein Pony. Wir sind alle Pferde und das Dante ist wie ein Pony. Und dann hat sie eigentlich relativ schnell Klick gemacht. Ah, okay. Ja, stimmt, das gibt es.
SPEAKER_03Wenn du so zurückschaust, weißt du, wie du aufgewachsen bist und dich auch an die Zeiten erinnerst. An welchst dich, wo du sagst, das war für mich wirklich eine Herausforderung. Da habe ich gemerkt, du hast Körpergröße, für mich auch ein Hindernis. Oder mich Kinder können etwas machen können, was die grossen Menschen ganz normal oder ganz selbstverständlich machen können. Magst du dich an so etwas erinnern?
SPEAKER_02Ja, jetzt schulisch gesehen, ja. Zum Beispiel, wenn wir so Geräteurne haben, so mit den Ringen, wo man sich schwingen und so, habe ich mich dann schon so manchmal als Außensitterin gefühlt. Das ist jetzt Schulzeit. Und klar, es hat mich auch Mobbing begleitet, kann man so sagen.
SPEAKER_03Also dass die ausgelachen oder auch ausgeschlossen sind und du nicht überlebst, können dabei sein können.
SPEAKER_02Ja, sicher. Auch heute noch. Auch heute noch, vor allem in der Berufswelt ist das schon noch so ein Thema.
SPEAKER_03Ich glaube sofort. Weißt du, wo ich hier angefahren bin und gewusst, jetzt habe ich dieses Gespräch mit dir, habe ich mir so überlegt, was sind so Teile, so Sequenzen, die ich mit dir ganz kurz anschauen würde. Und eins, was du gesagt hast, zum Beispiel Berufsfindung. Da hättest du dort schon Ausschlusskriterik, wo du gewusst hast, auch wenn ich einen Sehnsuchtswunsch habe für einen Beruf habe, das ist für mich einfach nicht machbar.
SPEAKER_02Ja, ich war zum Beispiel mega ganz durch das Wort. Das war einfach aufgrund der Grösse nicht möglich, genau.
SPEAKER_03Jetzt hast du vorhin noch zu Recht gesagt, es ist nicht noch Grösse, sondern es sind auch Merkmale. Jetzt sollten für dich auch aufgrund deiner Körperlichkeit Sachen geben, die du einfach nicht hast, weil man es automatisch ausgeschlossen hat oder weil es einfach auch tatsächlich nicht gegangen ist. Meine Frage war zum Beispiel: Ist deine Fimotorik genau gleich wie von grossen Menschen?
SPEAKER_02Ja, definitiv.
SPEAKER_03Das ist genau gleich.
SPEAKER_02Ja, ja. Ja, definitiv. Das ist schon nicht eingeschränkt. Das ist wirklich nicht eingeschränkt. Es ist einfach nur die Kürzung der Arme. Es ist einfach anders proportioniert. Aber gespüren und fühlen, das ist genau gleich und auch die Feinmotorik. Ich kann jetzt nie erleben, dass ich es anders geworden habe als ein durchschnittlich grosser Mensch.
SPEAKER_03Das heisst, es ist ein Stück weit einfach auch unsere Wahrnehmung, und wo wir dann zuschreiben, kleine Menschen gleich einen anderen Bewegungsablauf, gleich auch in ganz verschiedenen Lebensbereichen eingeschränkt. Und du sagst, nein, das ist eigentlich nicht so.
SPEAKER_02In gewissen Lebensbereich sind wir schon eingeschränkt, würde ich sagen, aber es gibt ja auch Hilfsmittel. Zum Beispiel, ich wohne ja allein seit fünf Jahren. Und meine Wohnung zum Beispiel, das ist jedes Mal, wenn ich jemanden kennenlerne. Die erste Frage, ist deine Wohnung extrem klein? Ist dann nicht so Tisch und Kuchen, ist das so voll auf dich anpasst? Und nein, das war nie. Ich bin auch nicht so aufgewachsen, dass man mehr Sachen geändert hat. Also jetzt beim Wohnen.
SPEAKER_03Du hast dich immer anpasst an deine Umgebung.
SPEAKER_02Ja, sehr.
SPEAKER_03Du hast die Umgebung so genommen und du hast gesagt, ich schaue, wie ich mich in dieser Umgebung bewege.
SPEAKER_02Genau. Und ich kann in meinem Arbeiten ist ja klar, dass ich Ordner, die ein bisschen weiter oben sind, nicht ankomme. Dann habe ich so eine Trip-Trap. Und wenn es nochmal höher ist, dann frage ich jemanden. Ich habe keine Mie mit dem.
SPEAKER_03Geld ist natürlich auch eine Form, die man ja sieht. Wenn du im Mikro oder im Koop oder irgendwo posten kannst und du kommst nicht in die soposten, dann ist es einfach schon klar.
SPEAKER_02Ja, aber es ist mega lustig, zum Beispiel im Coop oder im Mikro. Wenn ich ab und zu Leute frage, hey, könnt ihr mir bitte schnell das Kohle länger? Denn ich so, ich glaube, wenn sie gerade in den eigenen Gedanken sind oder so, dann schauen sie mich so an und dann zeige ich so auf, ich brauche das. Und dann erst realisiere ich das. Und das finde ich sehr amüsant.
SPEAKER_03Und jetzt nochmal zurück zu der Wohnung. Das ist etwas, das ich mir auch überlegt habe, wo ich in das Gespräch hinegegangen bin. Du hast bei der Wohnungssuche einfach auch gedacht, welche Wohnung gefällt mir, ist vom At her richtig. Und du hast nicht gedacht, wo ich die besten Möglichkeiten habe, die ich baulich habe, etwas für meine Gewissen machen.
SPEAKER_02Doch, ich habe zum Beispiel, dass ich schon, jetzt sehe ich im 5., sechsten Stock Beony Lift. Das wäre schon heavy. Einfach vom Einkaufen her und so. Dort schaue ich schon, dass es ein Lift hat, dass es für mich einfacher ist. Das wäre so ein Kriterium. Aber jetzt wie gesagt, so Dusche oder Tkuchi oder Swetze oder nein, das ist gar kein Kriterium bei mir. Weil ich weiss, mir dort zu helfen mit einem Schemann oder mit einem Trip-Trap. Das ist ein Problem.
SPEAKER_03Wenn ich besuche bei dir, wenn man zu dir einen Kaffee trinken kann, dann würde ich eine Wohnung vorfinden, wie alle Wohnungen, die in diesem Block oder in dieser Überbauung sind.
SPEAKER_02Genau, definitiv.
SPEAKER_03Ich höre auch ein Stück, was du angehörst und wenn ich jetzt noch den Weg wieder, lass mich noch schnell etwas fragen, bevor ich es vergisse. Du hast deine Geschwister und deine Eltern eine normale Grösse. Ist dein Kleinwuchs, so wie du jetzt hast, der genetisch bedingt?
SPEAKER_02Nein. Weil auch von meinen Verwandten vaterlicherseits und mütterlicherseits niemand, also wirklich gar niemand, der so ist. Interessanterweise, als Jugendliche, als Teenagerin und so, dann hat es schon manchmal in meinem Leben Momente gegeben, wo ich sie so gefragt habe, wo sie gewusst haben, warum haben sie das gemacht. Dann war immer von meiner Mama immer die Aussack gekommen. Wir haben es nicht gewusst. Und auch wenn wir es gewusst hatten, war für uns ein gewöhnlichstor, weil es jetzt auch so war. Aber es war nie Thema, um zu sagen, wir wenden dich nicht oder geben dich ab, weil wir mit dem nicht umgehen können. Die eine, die im Kleinwüchsigen Verein ist, also die Tochter bei uns im Verein, weil sie hat auch zwei normal grosse Kinder. Die zwei Eltern und das jüngste ist kleinwichtig. Und als ich sie gesehen habe, hey, darf ich dich etwas fragen, weil das interessiert mich mega. Ich sage, habt ihr es gewusst? Und er hat gesagt, nein, alle Tests, die man macht, wenn man schwanger ist, ist nie etwas rausgekommen. Wir haben bis zum letzten Moment nicht gewusst, dass das Kind etwas wichtig wird. Als ich dann das Gebärt habe, auch auf der Mann hat es am Anfang gesehen, dass sie es am Anfang nicht gemerkt haben, aber sie, die Hermann ist, hat das dann schon etwas gesehen, die Merkmale. Dann ist sie ja schon etwas klar.
SPEAKER_03Erlebst denn du in deinem Alltag auch Ausschluss, wo man dir sagt, was machst du überhaupt da? Zuschreibungen, die von rauskommen, aufgrund der Geschichte von Leibwüchung. Ich frage mich jetzt einfach: jetzt sind wir 2026, wir haben ja auch ein ganz ein anderes Bild. Aber wird die ja immer im Alltag oder erlebst du in diesem Alltag außer Zuschreibungen?
SPEAKER_02Nein, nicht unbedingt. Nein, nicht unbedingt. Es gibt Momente, wo ich bei der Arbeitswelt. Ganz am Anfang, als ich mich auf bewerben habe, ist mir ein einziger Teil wirklich geblieben. Und zwar bin ich eingeladen worden. Und dann bin ich den Herren und mit dieser Person, die ich ein Bewerbungsgespräch hatte. Da war dann sehr nervös. So nervös, dass er dann auch eine Haarfachfrau geholt hat. Sie hat mir dann wirklich krasse Fragen gestellt. Zwei Fragen. Eine war: Die Frage war, ob ich in einer heilpädagogischen Schule war, also in einer Schule für Beeinträchtigt war. Kognitiv natürlich. Und die zweite Frage war, immer so lachen, sorry. Was mache ich, damit mich das Team oder die Leute in der Geschäftswelt akzeptieren? Also ich bin so wie angefahren worden, weil ich so denke, ich habe das noch nie, dass ich mich an diese verstelle kann. Und dass mich jetzt so etwas gefragt wird, dann ich so gedacht, oh shit, was sage ich da so? Nein, also ich kann mich nie Formen oder mich verstellen, dass man mich annimmt.
SPEAKER_03Und akzeptiert.
SPEAKER_02Und akzeptiert, genau.
SPEAKER_03Hast du gesehen, die Frage nach der Sonderschule, die wären wir jetzt nicht in Sinn kommen. Ich bin wie von dem ausgegangen, du bist in ganz normale Schule gegangen, du bist in der Regelschule gegangen.
SPEAKER_02Ja. Also gut, das hat man ja auch im Lebenslauf gesehen, hat man in Glas.
unknownJa.
SPEAKER_03Aber Tili, da ist so, jetzt sehe ich ein Mensch, der 1,34 gross ist. Denke, oh, das war sicher in einer Sonderschule, in einer heilpädagogischen Schule, weil ich verbinde den Körpergröße noch mit anderen Einschränkungen oder mit anderen Beeinträchtigungen. Und erlebst du das, dass man dich sieht, dass kleinwüchsige Frau. Und dann sagt man, oh, da war noch eine andere Behinderung. Hörbehinderung, Sehbehinderung, kognitive Beeinträchtigung. Erlebst du diese Zuschreibung?
SPEAKER_02Für den ersten Moment nicht, aber eben, Stefan, wie soll ich dir sagen, ich habe wirklich so einige Sachen erlebt. Es hat auch coole Momente gegeben, wo ich das gar nicht angemerkt habe, dass für das gegenüber oder gegenüber der Firma ein Problem war. Und dann habe ich auch anderes erlebt, wo man vielleicht mal einen Fehler gemacht hat beim Einarfen. Vielleicht nochmals. Und dann nach dem zweiten Pfeil, wo sie gefragt hat, ist bei dir kognitiv alles okay? Dann habe ich mir auch gedacht: Ja, danke. Es ist mega nett von dir. Aber ja, ich stand dann halt drüber. Also nicht im Sinne, dass ich böse würde, sondern dass ich schon sage, hey, im Fall, mit mir ist alles okay.
SPEAKER_03Absolut zu Recht. Absolut zu Recht. Darf man fragen, was dein beruflichen Werdegang war? Was du jetzt im beruflichen Alltag machst?
SPEAKER_02Hey ja, ich habe es KV gelernt. Ich arbeite in einer Gemeinde, im Sozialen und in der Gesundheit. Also Soziales und Gesundheit.
SPEAKER_03Also dort im administrativen Bereich.
SPEAKER_02Genau, genau, genau.
SPEAKER_03Jetzt, wenn ich mir überlege, okay, ich wächse mit dieser Körpergrösse auf, war es schon von Anfang an klar, dass du immer kleiner warst? Oder hat es da erst Gap gegeben, wo Kinder auch grösser waren? Also du warst schon in der Kita oder im Kindergarten schon kleiner als die anderen Kinder? Das hatte ich von Anfang an so begleitet.
SPEAKER_02Ja, total. Ich war immer kleiner. Ich kann mich aber erinnern, dass das dort für die Kinder, weil das so normal war, von der Spielgruppe her. Und zudem ich die Einzige in diesem Dorf, in dem ich aufgewachsen war. Man hat mich einfach gekannt. Man hat einfach gewusst, dass die gleichwüchs war. Und das war für mich dann auch ein Stück weit dabei, klar. Beim Kinski war ich einen speziellen Stuhl gehabt, weil ich auf den Kinski-Stühlen nicht mit dem Bein am Boden gekommen bin. Da habe ich so einen kleinen Thronstuhl. Da konnte auch jedes Kind immer wieder mal drauf sitzen, weil es so speziell gefunden hat und cool gefunden hat.
SPEAKER_03Wenn man die Entwicklungsphasen nicht weiter anschaut, irgendwann auch Puppetek und irgendwann habe ich genau Gelloment, wenn du etwas nicht magst, beantwortet.
SPEAKER_02Ja, ich bin sehr nein, ich habe gar keine Angst. Ich bin sehr, sehr offen. Ich finde dir das auch mega gut. Also ich finde es wirklich eine Ehre, dass du diesen Schritt gemacht hast. Und ich sehe das ehrlich gesagt auch etwas als Chance den Podcast, um den Menschen, wie soll ich sagen, das Vorurteile oder die Angst, wie weckt es noch und sagen, es ist alles ganz normal, in ganz vielen Lebensbereichen.
SPEAKER_03Wunderbar. Du bist ein ganz toller Gast und darum frage ich jetzt in der Pubertät. Wir haben ja mehrere Klassenkameradinnen, mehrere Freundinnen. Das war bei dir ja nicht so. Du hast ja nicht einfach andere Partnerinnen, Mitschülerinnen, die die gleiche Grösse haben.
SPEAKER_02Nein, nein. Ich wiemlich lünstig.
SPEAKER_03Hat sich das auch ausgewirkt auf Freundschaften und auf Partnerschaften?
SPEAKER_02Auf der Schulebene, bis zu der Oberstufe, war das schon ein Thema. Es war sehr oft dumm angemacht worden oder dumme Gespräche. Teilweise, wie ich es vorher erwähnt habe, habe ich auch Mobbing erlebt. Aber dann mit der Zeit, ich würde sagen, meine Lebenserfahrung habe ich dann gedacht oder durchgezogen haben. Ist mir ehrlich gesagt egal. Aber es ist halt so stark, bin ich vielleicht am Würken. Meine Momente wie jeder, wie du vielleicht auch, der vielleicht 1,80 gross ist. Ganz sicher.
SPEAKER_03Egal wie gross man ist, gibt es Lebenssituationen, die nicht einfach sind und die alle zulehnen.
SPEAKER_02Aber ich muss sagen, ich habe Freundschaft, dass nach der Oberstufe. Während der Oberstufe habe ich einen besten Kollegin. Dann haben wir uns kurz aus den Augen verloren. Und dann haben wir uns wieder gefunden. Da ist noch bis jetzt mein beste Kollege, seit 20 Jahren. Er hat mich sehr viel pusht im Leben. Im Sinne von, wie war die graue Maus, so eine Scheuche. Ja, nein, das passt nicht, das kann ich nicht machen. In zum Beispiel Partnerschaften oder Kleidung anzieht. Dann habe ich immer gefunden, nein, du ziehst das jetzt an. Oder nein, du machst das, wieso solltest du das nicht? Das hat mich schon sehr, sehr gestärkt. Für das bin ich mir wirklich extrem dankbar.
SPEAKER_03Das sind so Freundschaften. Hast du dich einmal verliebt in einem Mann oder einer Frau, die 1,70, 1,80 gross war?
SPEAKER_02Ja, natürlich. Ja, natürlich. Meine Schwärme hat es schon kein grösser als ich. Nein, natürlich.
SPEAKER_03Aber dort ist nie etwas passiert.
SPEAKER_02Da finde ich genau. Es kommt mein ganz so drauf an. Ich habe zum Beispiel auch Männer kennengelernt, die dann wirklich von Anfang an, also so natürlich so Dating-Apps, wo dann so antasten kann, wie ist das denn so. Und dann, wenn man so State hat, hat es so, ja, eigentlich bist du ja voll normal. Also du redest normal und du denkst normal. Und dann ist es der Aha-Effekt. Aber es ist schon so ein Thema am Anfang. Und gut geil, es gibt dann halt auch der, wenn ich das so offen darf, sagen, auch die männliche Sicht, die sexistische Sicht, wo man so denkt: Oh Gott, sie ist jetzt speziell gross, dann muss das auch irgendwie speziell sein. Die Erfahrung kann ich auch mit anderen lebwüchsigen Frauen teilen. Ja, das hätte es auch gerne.
SPEAKER_03Das Geld ist natürlich auch in ganz verschiedenen Bereichen, die Menschen auch sexualisiert werden in einem gewissen Bereich.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_03Da erlebst du und du sagst ja auch, deine Kolleginnen, die auch leibwüchsig sind, die erleben das auch. Ich muss es halt einfach fragen, Kleider. Ist es für dich, weißt du auch als stilsichere Frau, noch eine Herausforderung, für dich passende, schöne Kleider zu finden? Oder Entschuldigung, kannst du einfach in die Kinderabteilung?
SPEAKER_02Nein, ich kann nicht ins Kinderabteilung. Also für die Schuhe, Schuhe ab und zu schon.
SPEAKER_03Darf ich da überhaupt fragen? Oder sagst du, das ist ein absolutes No-Go, dann fragt man gar nicht.
SPEAKER_02Nein, du darfst das nein, alles gut. Nein, nein, sicher darfst du das. Nein, mit Schuhen schon. Wir haben je nachdem auch kleinere Füße. Ich habe zum Beispiel eine Schuhe größe 35. Wir sind da etwas im Vorteil. Wenn man so Sneakers anschaut, so Teenager schauen, es ist einiges billiger, wenn du das in den Teenager-Jugendabteilung holen kannst. Aber jetzt leider normal, hole ich mir ganz normal, zum Beispiel wie Zara oder Handhose, die mir natürlich oben gut gehen und stehen. Und dann kann ich sie eigentlich schneidern. Und das war's.
SPEAKER_03Das war's. Du bedienst dich den ganz normalen Moden mit allen Möglichkeiten. Und passierst sie dann sehr individuell auf deine Größe, auf deine Proportionen.
SPEAKER_02Definitiv.
SPEAKER_03Wir gehen nochmals am Anfang zurück. Und zwar, Behinderung hat ja auch immer wieder eine finanzielle Logik, zum Beispiel IV-Rente. Ich höre von dir, du hast eine Ausbildung gemacht. Du schaffst und hast ein ganz normales Einkommen. Du bist strittig deine Existenz mit deinem Lohn. Du hast keine IV-Rente.
SPEAKER_02Ich habe IV-Rente gehabt bis zur ersten Ausbildung. Ich muss dazu sagen, meine erste Ausbildung war Büroassistentin, das war die Zweijährige am Test. Und danach hat sie gesagt, wir haben dir jetzt das gezahlt, du bist jetzt weg. Das habe ich ehrlich gesagt sehr, sehr schade gefunden. Ich weiss noch, ich war dort noch 18. Meine Eltern waren Kosovaren. Und Deutsch war nicht so fließend. Dazu war beim Schlussgespräch der Lehre war mein Bruder dabei. Dann hat meine IV-Beroterin gesagt, die Lehre finanzieren wir und so. Und dann war für uns Tiele normal. Also normal im Sinne, dann unterstützen wir nicht. Das ist mir auch sehr, sehr belieben, als er gesagt hat, es geht ja nicht darum, dass Stile jahrelang finanziert werden. Aber dass man sie auf eine Art und Weise auch unterstützt. Zum Beispiel hatte ich mir wirklich gewünscht, dass zum Beispiel die IV sowie sagt, hey, gut, du hast Ausbildung gemacht. Wir haben vielleicht gewisse Firmen oder Tipps, da kannst du dich bewerben kannst, weil die Vorurteile nicht vorhanden sind, das hat es leider nicht gegeben. Das finde ich etwas schade, weil jetzt komme ich auch etwas zurück. Wir sind schon sehr normal unterwegs, mich sagen, wir können ja auch alles, was ihr Grosse auch können, einfach mit Hilfe oder mit Unterstützung. Aber wie sieht ein gleicher Merkmal, wo eine Gesellschaft sieht, das erste Mal nach 100 Metern, da ist etwas nicht der Norm entsprechend. Und ja, da muss ich wirklich sagen, habe ich das ein Schade gekunden.
SPEAKER_03Also du hättest gern so eine Integration, eine berufliche Integrationsunterstützung über die TV. Und nicht einfach, jetzt haben wir dir die Ausbildung gezahlt und das war's.
SPEAKER_02Genau. Ich meine, wenn man dir die Ausbildung zahlt, das ist wirklich mega zuvor gekommen. Das will ich gar nicht schlecht retten. Aber das Problem ist ja damit nicht gelöst. Ich bin ja nach der Lehre nicht normal gross und habe genau die gleichen Chancen wie Julia oder Martina, die 1,60 ist in meinem Alter. Weißt du, was ich meine?
SPEAKER_03Ja, ja, sehr. Jetzt wäre ich natürlich sehr hellhörig. Sie zahlen diese zweijährige Ausbildung und dann haben sie noch nichts mehr bezahlt. Hast du eine V-Ausbildung, die ja noch einen Zusatz-IA hat?
SPEAKER_02Das ist noch eine Mitzahl.
SPEAKER_03Das hast du selber gemacht.
SPEAKER_02Ich muss sie selber schauen. Es ist dann nicht unterstützt worden.
SPEAKER_03Ja, das finde ich ja jetzt auch der Stoß in den Anteil. Ich kann aber mit Stolz sagen. Und jetzt habe ich aber eine KV-Ausbildung und ermöglicht mir ein Einkommen, das ich nicht auf IV-Rente angewiesen bin. Ja, und das zeigt ja auch, das ist nicht der Detail, der die Validität ausmacht, sondern du sagst, ich bringe berufliche Leistung und für da werde ich auch entlehnt.
SPEAKER_02Ja, weil ich glaube, jeder, der körperlich, sagen wir mal, kognitiv absolut so ist wie jeder andere und körperlich eingeschränkt ist, will ja integriert werden. Das ist ja klar. Aber dass man so etwas Unterstützung hat, im Thema Kleinwuchs. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn man einen anderen Beiträge, also körperliche Beeinträchtigung hat, wie das dort verläuft, weiss ich nicht. Aber einfach so etwas Unterstützung im Sinne: Hey, kenne dich als IV-Arbeitgeber, wo du dich halt einfach bewerben kannst, würdest du eingeladen und bekommst nicht so Fragen stellen?
SPEAKER_03Absolut klar. Absolut klar. Wenn wir noch ein Stück in unsere Vision weiter spinnen würden, Körpergrösse ist nicht eine Behinderung per se, sondern ich werde vielleicht in verschiedenen Bereiche behindest. Wie sieht es denn im öffentlichen Raum aus? Weißt du, wie kann man überall, wenn du ins Kino gehst oder ins Theater gehst oder wenn du ÖV benutzt. Da ist null Problem. Da habe ich niemanden irgendwo Punkt, wo ich nicht teilhabe oder wo ich auch ausgeschlossen bin. Wie sieht es im öffentlichen Raum aus für dich?
SPEAKER_02Im öffentlichen Verkehr muss ich sagen, bei den Bus hocke ich meistens ganz vorne, wo es so zwei Platz oder einer Platz ist. Und dann ist ja dort meistens so ein Acrylglas, Dienstbums vorne dran. Wir kommen ja mit den Beinen nicht am Boden. Sprich, wenn wir lange so hocken, also ich rede von inneren Erfahrung, wenn ich so lange so hocken kann, stellt es mir wieder das Blut ab. Und dann kribelt es halt, wie damals. Und ich habe meistens dort vorne, damit ich meine Fuß anlehnen kann. Ich tue dann wirklich meine Füße strecken und dann ist mein Fuß wirklich an der Wand. Und es gibt zum Beispiel Kontrolleure oder auch andere, die öffentliche Verkehrsmittel brauchen, wo ich, glaube ich, denken, was ist das für eine freche Person, die jetzt einfach die Füße her tut und habe auch schon Bemerkungen bekommt. Man muss sich sagen, ich mache das nicht, weil ich Freude habe oder weil ich hier auf cool will sein will, sondern es geht nicht anders. Es ist für mich ein Nachteil.
SPEAKER_03Aber Gelddiele, das ist natürlich so wichtig, dass da uns so eine Expertin oder jemand, der genau diese Körpergröße erzählt hat, ich werde nie auf die Idee kommen. Aber es ist so selbstverständlich, so nachvollziehbar, wenn du sagst, hey, wenn wir unsere Füße nicht auflegen können, dann haben wir ja irgendwo eine Einschränkung, die auch für uns spürbar wird. Wenn du lange im Zug fährst oder lang mit einem Flügel bist, nimmst du dann einfach ein Schimmel mit, wo du Füße drauf tun kannst?
SPEAKER_02Nein, das war viel zu umständlich. Nein, nein. In den Flügeln tue ich es dann halt auch nicht gerade an die Lehne, aber auf der Seite so einbei oder wechsel dann halt immer wieder ab. Und ja, auch dort bekommst du so einen Blick im Sinne, wieso machst du das? Das macht man nicht und so. Aber mein Punkt ist sicher nicht, weil ich denke, ich gönne jetzt das und ich bin jetzt so frech, sondern es hat wirklich damit zu tun, dass mit der Zeit deine Beine einfach durch Blutig nicht so läuft. Und sie hangen ja offensichtlich meine Fies. Und das ist halt mit der Zeit nicht so angenehm.
SPEAKER_03Ja, liebe Dili, jetzt sind wir am Ende und du hast uns wirklich nachbringen, dass du nicht nur aus Körpergröße bist, sondern dass du unglaublich vielfältige, spannende und auch ganz tolle Seiten hast, die dich als Mensch ausmacht? Ich möchte gerne zum Abschluss fragen: Gibt es so einen geheimen Wunsch von dir, wo du sagst, da würde ich wahnsinnig gerne machen, aber es ist für mich aufgrund von meiner Grisse nicht möglich? Gibt es so Wünsche? Was ist so ein Lebenswünsch, der einfach aufgrund von deiner Körpergrisse nicht möglich ist?
SPEAKER_02Ja, ich hatte einen, zum Beispiel im Fitnessstudio. Dass ich normal, ja, dass ich gewisse Geräte auch benutzen kann, wandere ich benutzen kann. Es ist halt schwierig.
SPEAKER_03Es gibt aber auch Möglichkeiten, die nutzbar zu machen.
SPEAKER_02In weniger im Fall, nein, nein, weniger.
SPEAKER_03Sind die so gebaut und so konstruiert, dass man auch eine gewisse Größe haben, damit man die auch benutzen kann?
SPEAKER_02Definitiv. Oder zum Beispiel, was mein Wunsch war, das tingt jetzt ein bisschen lächerlich, aber ich fände es mega cool, wenn man so Europapark geht, dann kann man ja auch gewisse gewisse Bahnen nicht benutzen, weil du halt einfach die Größe nicht hast. Das denke ich einfach schade. Ich würde jetzt schon gerne mal Silverstar probieren.
SPEAKER_03Ja, das stimmt. Ich weiß jetzt gar nicht. Ich würde wahnsinnig gerne einen von deinen Wünschen einfach erfüllen. Aber es ist wichtig, dass wir es gehört haben, weil das natürlich auch ein Stück weit von deinem Leben oder von deinem Lebensrahmen ausmacht, dass du deine Körpergröße überall mitnimmst. Danke vielmals, dass du bei uns hast. Aber sehr verständlich.
SPEAKER_02Darf ich etwas anmerken? Mir wäre das ein mega Wunsch, vor allem an Eltern, die Kinder haben. Das betrifft jetzt nicht nur mich, sondern auch Kolleginnen. Wenn ein Kind sieht, das ist eine kleinwüchsige Frau oder Mann. Und es sagt so, hey, schau mal, Mami, das ist eine kleine Frau, wieso ist die so klein? Würde ich mir für die Eltern wirklich wünschen, dass sie das Kind aufmerksam machen? Erstens mal, dass man nicht auf die Menschen zeigt. Und zweitens, dass man nicht einfach sagt, hey, schau weg, sondern dass man den Kindern erklärt, hey, das geht es halt einfach. Weil ich merke sehr oft, dass die Eltern aus selber wieder eine komische Situation sind und vielleicht nicht wissen, was zu sagen und schnell mal sagen, hey, schau weg, sondern dass du deinem Kind sagst, hey, es gibt mit Menschen im Rollstuhl, gibt es halt auch kleinere Menschen.
SPEAKER_03Wär's denn eine Option? Was finde ich, du jetzt gerade deinen Wunsch auch berechtigt, unser höher näher bringst. Wär es ihnen eine Option, direkt die Menschen anzusprechen? Oder sagen dir, nein, das wollen wir nicht. Oder in dein Fall?
SPEAKER_02Ja, also ich habe auch schon Mieter oder Vatern erlebt, die Kindern gesagt haben, die fragst du doch einmal. Und das finde ich viel, viel angenehmer. Dann kannst du dich erklären oder ein Beispiel machen, dass es das gibt, anstatt einfach deinem Kind zu sagen, hey, schau weg, oder man schaut nicht oder was auch immer. Ich meine, wir sind im 2026. Diversity ist so gross geschrieben. Wir sind auch ein Teil dieser Diversity, dass wir da sind und dass es uns gibt. Und dass man nicht einfach sagt, hey, schau nicht, sondern dass wir es von Anfang an gerade erklärt haben, es gibt das Pony, was sie von Anfang an gibt.
SPEAKER_03Sehr gut. Ich gehe augenhöhe respektvoll anfragen.
SPEAKER_02Definitiv.
SPEAKER_03Ich glaube, den Wunsch oder den Hivis, den du jetzt gemacht hast, ist bei unserem Podcast genau richtig. Danke vielmals, dass du uns hast.
SPEAKER_02Ich danke dir vielmals.
SPEAKER_03Ja, sehr gern.
SPEAKER_02Ich wünsche dir einen ganz, ganz schönen Nube und es hat mich wirklich sehr gefreut.
SPEAKER_03Ja, uns auch. Wir werden auch in unseren Shownotes auch die Hive machen auf einen Verein, was wir machen, selbstverständlich.
SPEAKER_02Das ist sehr lieb. Danke dir, dusi und auch deinem Team für deine Zeit und für dein Engagement.
SPEAKER_03Sehr gerne. Danke vielmals, dass uns gestile, die uns mitgenommen haben, ihre Fragen, ihre Anforderungen. Und wenn ihr Fragen an uns habt, auch wenn ihr Fragen an deile haben, unter info.podcastkontrast.ch, wir würden euch Fragen beantworten oder stellen uns auch keinen Support auf Instagram, LinkedIn und Facebook. Also da sind wir sehr, sehr froh, wenn ihr uns unterstützt. Danke vielmals, dass ihr dort sind. Der Podcast Kontrast ist produziert von Fokusformat und finanziert von Railines.
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